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lernOS Convention 2026 Retrospektive
Ep. 65

lernOS Convention 2026 Retrospektive

Am 10 Juli 2026 traf sich das Orga-Team der lernOS Convention 2026 zur Retrospektive. Wir haben besprochen was gut lief und was wir fortführen wollen, aber auch welche Verbesserungspotentiale wir sehen. Die lernOS Convention 2027 wird vom 15.-16. Juni 2027 wieder im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals stattfinden. Ein erstes Zusammenkommen “der Band” für das Orga-Team wird es wieder im Dezember geben, die Orga-Calls starten dann wieder nach den Winterferien am 19.02.2027 (10:05-10:55 Uhr). Hinweis: im September 2026 werden wir ein monatliches lernOS Meetup starten, das wie die loscon hybrid angelegt sein wird. Informationen dazu folgen im lernOS Blog, auf CONNECT in der Kategorie lernOS und im lernOS Newsletter auf Linkedin.

Neugier & Zukunftslust - von der Idee zum Leitfaden. Ein Werkstattbericht
Ep. 64

Neugier & Zukunftslust - von der Idee zum Leitfaden. Ein Werkstattbericht

In diesem abendlichen Podcast auf der loscon26 berichten Jochen Robes und Annika Rupprecht, wie aus der Begegnung zweier Communities ein gemeinsames Projekt wächst: ein lernOS-Leitfaden für Neugier und Zukunftslust. Sie verbinden die Corporate Learning Community und das Ministerium für Neugier und Zukunftslust und schildern die Entstehungsgeschichte von den ersten zufälligen Überschneidungen bis zur heutigen Arbeitsgruppe. Anschaulich zeigen sie an einem konkreten Beispiel, wie Künstliche Intelligenz die Strukturarbeit am Leitfaden beschleunigt hat. Den Abschluss bildet ein Aufruf, am entstehenden Leitfaden mitzuwirken und ihn zu erproben (s.a. Linkedin-Beitrag dazu).

Co-Creative Formate für die KI Transformation von AI Discovery, Agent Design bis Hackathons - Thomas Jenewein (loscon26)
Ep. 63

Co-Creative Formate für die KI Transformation von AI Discovery, Agent Design bis Hackathons - Thomas Jenewein (loscon26)

Der Workshop gibt einen praxisnahen Überblick über Formate, mit denen Organisationen Künstliche Intelligenz gemeinsam erkunden, erproben und in die Arbeit überführen können. Vom Discovery-Workshop über Agent-Design und Promptaton bis zum mehrtägigen Hackathon werden die Formate entlang des Weges aufgereiht, den eine KI-Einführung typischerweise nimmt. Ein durchgängiges Anliegen ist die Co-Kreation: Verschiedene Perspektiven – Fachbereich, IT, Management, Endnutzer – müssen zusammenkommen, weil sie höchst unterschiedliche Erwartungen an KI mitbringen. Über die reine Technik hinaus betont der Vortrag die Bedeutung von psychologischer Sicherheit, Reflexion und der organisatorischen Begleitung, damit aus Pilotprojekten dauerhafte Wirkung entsteht.

AI Fluency Framework - Stefan Holtel (losocn26)
Ep. 62

AI Fluency Framework - Stefan Holtel (losocn26)

Der Vortrag stellt das AI Fluency Framework vor, einen kostenlosen Online-Kurs, der sich von den üblichen Prompting-Trainings grundlegend unterscheidet. Statt isolierter Tricks für bessere Prompts vermittelt es eine wiederholbare Praxis des Denkens mit KI, getragen von vier Begriffen: Delegation, Description, Discernment und Diligence. Der Vortragende interpretiert dieses Modell als zwei ineinandergreifende Schleifen, die so lange gedreht werden, bis die Qualität stimmt – wobei die Verantwortung stets beim Menschen bleibt. Sein zentrales Argument lautet, dass die meisten Trainings einen Kardinalfehler begehen, weil sie sofort beim Formulieren des Prompts ansetzen, statt zuvor zu klären, was die eigene Aufgabe ist und wie die Arbeit zwischen Mensch und Maschine aufgeteilt wird.

Expert Debriefing - Die Rettung, die wir vermeiden müssen - Jürgen Latteyer (loscon26)
Ep. 61

Expert Debriefing - Die Rettung, die wir vermeiden müssen - Jürgen Latteyer (loscon26)

Der Vortrag stellt das Expert Debriefing als Methode der Wissenssicherung vor und entwickelt zugleich eine grundlegende Kritik daran: Als rein reaktive Notmaßnahme beim Ausscheiden von Schlüsselpersonen kommt es meist zu spät und bleibt unvollständig. Der Vortragende plädiert stattdessen für ein kontinuierliches, KI-gestütztes Wissensmanagement, das ein Expert Debriefing im Idealfall überflüssig macht. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass gerade das implizite Wissen – das Können „im Kopf und im Bauch” – durch Erzählen und KI-gestützte Verarbeitung weit besser gehoben werden kann als durch mühsames Selbst-Aufschreiben. Mit dem Bild vom Puzzle und vom lebendigen Ökosystem wirbt er dafür, in kleinen, stetigen Schritten Wissen zu teilen, statt es in Ablagefriedhöfen zu begraben.

Knowledge Readiness für KI: Wo steht eure Organisation? - Lukas Wünsch (loscon26)
Ep. 60

Knowledge Readiness für KI: Wo steht eure Organisation? - Lukas Wünsch (loscon26)

Der Workshop hinterfragt die verbreitete Erwartung, Künstliche Intelligenz lasse sich wie eine Plastikpflanze in die Organisation stellen und funktioniere dann von selbst. Die zentrale These lautet, dass die eigentliche Herausforderung selten in der Technologie liegt, sondern in der organisationalen Realität: in Daten, Kontext, Kultur und Mindset. KI wirkt dabei als Verstärker und als Linse, die sichtbar macht, wie gut eine Organisation bereits mit Wissen, Orientierung und Zusammenarbeit umgeht. Statt schneller Antworten auf Knopfdruck braucht es einen Prozess von Wissenszufluss über Analyse, Orientierung und Urteilskraft bis zur Handlungsfähigkeit – getragen von Reflexion und menschlichem Austausch.

Konzepte entwickeln mit Claude - Joachim Haydecker (loscon26)
Ep. 59

Konzepte entwickeln mit Claude - Joachim Haydecker (loscon26)

Der Vortrag zeigt anhand zahlreicher Live-Beispiele, wie sich mit Claude in kurzer Zeit Konzepte und interaktive Prototypen für lernOS-Lernreisen entwerfen lassen – ganz ohne tiefe Programmierkenntnisse. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Claude Design und Claude Code, mit denen aus gut strukturierten Inhalten verschiedene Frontends, Navigationen und Klick-Dummys entstehen. Der Vortragende versteht die KI dabei ausdrücklich als „Buddy” und als „Second Brain”, in das er seine Ideen einspeist und das ihm hilft, diese rasch zu visualisieren und weiterzuentwickeln. Deutlich wird, dass es sich um eine Spiel- und Ideenfindungsphase handelt, deren pragmatischer Charme gerade in der niedrigen Einstiegshürde liegt.

KI und Mensch - ethische Fragen - Daniel Prial (loscon26)
Ep. 58

KI und Mensch - ethische Fragen - Daniel Prial (loscon26)

Die Session öffnet einen offenen Diskussionsraum zu den ethischen Fragen, die der Einsatz Künstlicher Intelligenz in zwischenmenschlichen Beziehungen aufwirft. Ausgehend von der Frage, ob man emotionale Botschaften wie Trauer- oder Liebeskarten von der KI formulieren lassen sollte, weitet sich das Gespräch zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung darüber, wie KI uns selbst und unseren Umgang miteinander verändert. Statt fertiger Regeln entsteht ein vielstimmiges Nachdenken über die Grenze zwischen Prozess und Produkt, über Manipulation und Achtsamkeit sowie über die Rolle, die der Mensch im Zusammenspiel mit der Maschine behalten will. Als Leitgedanke bleibt: Die KI kann unterstützen, doch die Kontrolle und die Verantwortung bleiben beim Menschen.

Von A1 bis C2: Prompting-Kompetenz sichtbar machen - Stefan Holtel (loscon26)
Ep. 57

Von A1 bis C2: Prompting-Kompetenz sichtbar machen - Stefan Holtel (loscon26)

Der Vortrag stellt ein Forschungsprojekt vor, das die Logik des europäischen Sprachreferenzrahmens auf das Prompten überträgt. Die Kernthese lautet, dass Prompting-Kompetenz keine isolierte Fähigkeit ist, sondern eine messbare, mehrdimensionale Dialogkompetenz im Umgang mit Chatbots, die sich gestuft von A1 bis C2 beschreiben lässt. Der Vortragende führt seine Argumentation nicht über klassische Folien, sondern über einen Chatbot-Dialog ein, in dem er sein rund 20-seitiges Papier befragt. Im Zentrum stehen sieben analytische Dimensionen, ein daraus ableitbarer Index von 0 bis 100 sowie die Grundüberzeugung, dass gutes Prompten nicht im Auswendiglernen von Befehlen besteht, sondern im souveränen Führen von Gesprächen mit der Maschine.

Wir spielen KI-Poker: Wie viel KI verträgt zum Beispiel Corporate Learning? - Simone Engelhard, Simon Qualmann (loscon26)
Ep. 56

Wir spielen KI-Poker: Wie viel KI verträgt zum Beispiel Corporate Learning? - Simone Engelhard, Simon Qualmann (loscon26)

Der Workshop stellt eine spielerische Methode vor, mit der Gruppen gemeinsam einschätzen können, in welchem Grad Künstliche Intelligenz bei konkreten Aufgaben entscheiden, empfehlen oder lediglich unterstützen sollte. Angelehnt an den bekannten Delegation Poker arbeitet das KI-Poker mit einer Skala von 1 (volle Menschenkontrolle) bis 7 (volle KI-Autonomie), auf der die Teilnehmenden verdeckt Karten legen und anschließend ihre Bewertungen begründen. Im Zentrum steht nicht das Auszählen von Stimmen, sondern der Dialog über Interpretationsspielräume, Perspektiven und die Grenzen sinnvoller KI-Nutzung. Das Kartenset wird unter einer Open-Source-Lizenz kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wissenstransfer automatisieren - Renate Aheimer (loscon26)
Ep. 55

Wissenstransfer automatisieren - Renate Aheimer (loscon26)

Die Session stellt einen Ansatz vor, klassisches Expert Debriefing mithilfe von KI-Agenten teilweise zu automatisieren, und diskutiert ihn offen mit dem Publikum. Vorgestellt werden zwei Prototypen auf Basis von Microsoft: ein Profile Builder, der aus internen Datenquellen einer Person Themenlisten ableitet, und ein Knowledge Collector, der die Rolle des Moderators im Interview übernimmt. Im Zentrum der Diskussion steht weniger die Technik als die Frage nach Relevanz, Nutzung und Qualität des gesammelten Wissens – sowie der menschliche Faktor der Bereitschaft, Wissen überhaupt zu teilen. Deutlich wird, dass Vorarbeit zur Klärung des Zwecks wichtiger ist als das bloße Dokumentieren möglichst vieler Inhalte.

AI Job Crafting - Stefan Holtel (loscon26)
Ep. 54

AI Job Crafting - Stefan Holtel (loscon26)

Die Session verbindet das arbeitspsychologische Konzept des Job Craftings mit dem Einsatz von Chatbots und kehrt dabei die übliche Denkrichtung um: Nicht die Frage, was sich automatisieren lässt, steht am Anfang, sondern das genaue Verständnis der eigenen Tätigkeit. Anhand eines live geführten Dialogs mit einem Chatbot arbeitet Stefan Holtel die drei Dimensionen des Job Craftings heraus – Task, Relational und Cognitive Crafting – und zeigt an alltäglichen Beispielen, wie ein Chatbot innerhalb dieser Logik unterstützen kann. Die Kernbotschaft lautet, dass Urteilskraft und „Trennschärfe” zur eigentlichen Schlüsselkompetenz werden, weil die Technik vieles kann, sobald man die eigene Absicht klar versteht. Abschließend ordnet er Skills als Königsweg zwischen reinem Chatbot und autonomem Agenten ein.

Vibe Coding – Wie beschreibe ich Code, den ich nicht kenne? - Susann Schulz (loscon26)
Ep. 53

Vibe Coding – Wie beschreibe ich Code, den ich nicht kenne? - Susann Schulz (loscon26)

Der Impulsvortrag widmet sich der Frage, wie man Software beschreiben kann, für die man selbst noch keine Sprache hat, und wie man erkennt, ob ein KI-erzeugtes Ergebnis wirklich gut ist. Susann Schulz bezieht dabei eine vermittelnde Position zwischen den Lagern, die Vibe Coding entweder für völlig voraussetzungslos oder nur für Profis halten: Programmieren müsse man nicht können, aber ein gewisses Hintergrundverständnis helfe, der KI gute Anweisungen zu geben. Anhand dreier Werkzeuge – Divide and Conquer, SMART-Kriterien und der SOLID-Prinzipien – zeigt sie, wie sich Aufgaben zerlegen, präzisieren und qualitativ absichern lassen. Konkrete eigene Projekte wie ein Dateikonverter und ein Forschungs-Wiki veranschaulichen den Ansatz.

KI? Deine Muda! - Oder warum wir für neue Werkzeuge auch neue Begründungen liefern sollten - Jan Bretschneider (loscon26)
Ep. 52

KI? Deine Muda! - Oder warum wir für neue Werkzeuge auch neue Begründungen liefern sollten - Jan Bretschneider (loscon26)

Der Workshop überträgt das aus dem Lean Manufacturing stammende Muda-Konzept – die sieben Arten der Verschwendung – auf den Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz. Jan Bretschneider grenzt sein Thema bewusst auf generative KI ein und blendet ethische, ökologische sowie Brain-Rot-Debatten aus, um den Blick auf prozessuale Verschwendung zu lenken. Entlang der sieben Muda-Kategorien entwickelt er Leitfragen, die helfen, KI-Prozesse kritisch zu durchdenken, bevor man sie aufsetzt. In einer offenen Diskussion mit teils gegensätzlichen Erfahrungen wird deutlich, dass die zentrale Herausforderung weniger im Werkzeug als in Eigenverantwortung, Qualitätssicherung und dem Umgang mit hoher Veränderungsdynamik liegt.

Agentic Knowledge Management: Wissen, das sich selbst sortiert - Magnus Rode (loscon26)
Ep. 51

Agentic Knowledge Management: Wissen, das sich selbst sortiert - Magnus Rode (loscon26)

Die Session entwickelt anhand eines viral gegangenen Beitrags von Andrej Karpathy die Vision eines „Agentic Knowledge Management”, bei dem ein KI-Agent die Pflege, Verschlagwortung und Verlinkung einer Wissensbasis übernimmt. Ausgangspunkt ist die Idee eines LLM-Wikis, in das Wissen über eine einfache Inbox gelangt und von der KI in Markdown-Dokumente überführt wird. In einer offenen Diskussion werden Chancen und Grenzen erprobt – vom funktionierenden persönlichen Wissensmanagement bis zu den ernüchternden Erfahrungen mit Standardwerkzeugen im Unternehmenskontext. Zentrale Streitfragen sind die Konsistenz dynamischer Inhalte, die Konvertierung nach Markdown sowie die Abwägung zwischen Effizienz und Lerneffekt.

Lernen mit Ki - Nils Röttger (loscon26)
Ep. 50

Lernen mit Ki - Nils Röttger (loscon26)

Der Workshop führt praxisnah vor, wie sich ein Chatbot vom reinen Auskunftswerkzeug zum persönlichen Lernbegleiter umbauen lässt. Anhand eines eigenen Projekts in Claude zeigt der Vortragende live, wie eine wachsende Projektanweisung, sokratische Fragetechnik und ein Rollenspielmodus das Lernen unterstützen, und wie sich daraus ein vollständiger Lernpfad mit Quellen erstellen lässt. Durchgängig betont er, dass solche Systeme individuell zugeschnitten sein müssen und am besten mit der KI selbst entwickelt werden. Praktische Hinweise zu Markdown, Kontextfenster, lokalen Modellen und zur kritischen Prüfung der Ergebnisse runden die Demonstration ab.

Vom Notizchaos zum AI Second Brain: Wie wird mit KI Wissensarbeit wirklich wirksam? - Patrick Gilroy (loscon26)
Ep. 49

Vom Notizchaos zum AI Second Brain: Wie wird mit KI Wissensarbeit wirklich wirksam? - Patrick Gilroy (loscon26)

Der Vortrag nimmt einen Schritt zurück hinter die aktuellen Debatten um Prompt- und Context Engineering und fragt grundsätzlich, was ein Second Brain und ein AI Second Brain eigentlich ausmacht. Ausgangspunkt ist das alltägliche Notizchaos über Browser-Tabs, Messenger, PDFs und Notiz-Apps hinweg, dem die KI scheinbar mühelose Ordnung verspricht. Die Kernthese lautet jedoch: Ein gutes AI Second Brain ist kein Werkzeugproblem, sondern setzt persönliche Wissensarbeit voraus, in der der eigentliche Engpass die Aufmerksamkeit bleibt. Vorgestellt werden drei Umsetzungsvarianten – von Standardwerkzeugen über komplexe Power-User-Setups bis zum selbst gebauten Dashboard – verbunden mit der Warnung vor der Optimierungsfalle.

Was ist das ROI von KI... wirklich? Ein Workshop zu Wert, Kosten und Gewinne - Daniel Prial (loscon26)
Ep. 48

Was ist das ROI von KI... wirklich? Ein Workshop zu Wert, Kosten und Gewinne - Daniel Prial (loscon26)

Der Workshop stellt eine bewusst offene Frage in den Mittelpunkt: Gibt es überhaupt einen belastbaren Return on Investment von Künstlicher Intelligenz? Daniel Prial gibt von Beginn an zu, keine fertige Antwort zu haben, und nutzt das Format als gemeinsame Diskussion statt als Vortrag. Während der individuelle Nutzen kostenpflichtiger KI-Werkzeuge für die meisten unstrittig ist, zeigt sich der eigentliche Knackpunkt auf Team- und Organisationsebene, wo eingesparte Zeit nicht automatisch zu Geld wird. Im Hintergrund stehen steigende, zunehmend tokenbasierte Kosten, die die Wirtschaftlichkeitsfrage neu aufwerfen.

lernOS Convention 2026 Lightning Talks (loscon26)
Ep. 47

lernOS Convention 2026 Lightning Talks (loscon26)

Auf der lernOS Convention gab es insgesamt 12 Lightning Talks, 5-minütige Kurzvorträge, bei denen die neue Version der DIY LED-Lampe zum Einsatz kam: 05:34 Mehr KI, weniger Klarheit? - Lukas Wünsch 10:03 Chatbots: Nicht mehr Text, sondern mehr Trennschärfe - Stefan Holtel 14:39 Vom Kabelsalat zur (LED)Erleuchtung - Nicole Denzel 19:49 Wissen teilen ist gut – kritische Masse macht es wirksam - Mathias Mrosinsky 23:53 KI_eeper - Know how to keep, damit Wissen im Unternehmen GrAIfbAR bleibt - Nicole Ottersböck 29:33 Vom Chaos zum Skript: Wie KI unsere Podcast-DNA versteht - Thomas Schmidt, Carsten Massmann, Günter Prömpers 35:07 Gretchen 2.0: “Wie hast du’s mit der KI?” - Magnus Rode, Daniel Prial 40:34 Lernen mit KI funktioniert – aber nicht so, wie du denkst - Nils Röttger 45:40 Leitfaden “Aktiv werden für eine nachhaltige Zukunft” - Antje Holst 51:01 Call for Participation - Neuer LernOS-Leitfaden “Beurteilungsfehler” (aka “Biasses”) - Jan Bretschneider 55:19 Digitale Abhängigkeiten verringern & PCs retten - kommt zur Assembly und lernt - Harald Schirmer, Frank Gerich

An AI Day in a Life of … Ragnar Heil - Ragnar Heil (loscon26)
Ep. 46

An AI Day in a Life of … Ragnar Heil - Ragnar Heil (loscon26)

Der Vortrag gibt einen sehr persönlichen Einblick in einen durch und durch KI-gestützten Arbeitstag. Statt auf ein einzelnes Werkzeug zu setzen, kombiniert der Vortragende bewusst viele spezialisierte Tools – jedes für die Aufgabe, in der es seine Stärken ausspielt. Vom geschäftlichen Microsoft Copilot über Claude für private Themen bis zu autonomen Agenten entsteht ein vielschichtiger persönlicher KI-Stack. Quer durch den Tag zeigt sich dabei ein roter Faden: Nicht das Tool entscheidet, sondern der Kontext, das Vertrauen und das eigene Wissen, um die Ergebnisse beurteilen und kontrollieren zu können.

Follow the White Rabbit - Warum KI nur so gut ist wie eure Wissensbasis - Simon Dückert (loscon26)
Ep. 45

Follow the White Rabbit - Warum KI nur so gut ist wie eure Wissensbasis - Simon Dückert (loscon26)

Der Vortrag macht greifbar, warum Künstliche Intelligenz immer nur so gut sein kann wie die Wissensbasis, auf die sie zugreift. Simon Dückert spannt den Bogen vom Prompt Engineering zum Context Engineering und zeigt, dass belastbare KI-Ergebnisse weniger an cleveren Prompts hängen als an der Qualität des bereitgestellten Wissens. Eine Wissensbasis ist dabei weit mehr als eine Ablage für Dokumente – sie schließt das Wissen in den Köpfen der Menschen ein. Entlang der Matrix-Metaphorik plädiert der Vortrag dafür, zentrale Inhalte als gut verarbeitbaren Text aufzubereiten und nach dem Prinzip Content as Code zu behandeln, statt sie in starre Zielformate wie PowerPoint oder PDF einzubacken.

Wie KI im Büroalltag wirklich hilft, ohne dass man die Kontrolle verliert - Philip Rekers, Ellen Braun (loscon26)
Ep. 44

Wie KI im Büroalltag wirklich hilft, ohne dass man die Kontrolle verliert - Philip Rekers, Ellen Braun (loscon26)

Das Gespräch widmet sich der Frage, welche Aufgaben Künstliche Intelligenz im Büroalltag übernehmen kann, ohne dass dabei die Kontrolle verloren geht. Am durchgehenden Beispiel der automatisierten Rechnungserstellung wird Schritt für Schritt entwickelt, wie man vom unstrukturierten Arbeitsalltag zu einem verlässlichen, teilautomatisierten Prozess gelangt. Im Mittelpunkt stehen die Aufbereitung von Daten in KI-taugliche Formate, der bewusste Einsatz von Prüfstellen und das Prinzip „Human in the Loop”. Deutlich wird, dass Automatisierung weniger ein technisches als ein Vertrauens- und Verhaltensthema ist.

TÜV Weiterbildungsstudie 2026 – Ask Me Anything - Patrick Gilroy (loscon26)
Ep. 43

TÜV Weiterbildungsstudie 2026 – Ask Me Anything - Patrick Gilroy (loscon26)

Ausgehend von der repräsentativen TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 diskutiert Patrick vom TÜV-Verband mit dem Publikum, wie sich formelle berufliche Weiterbildung und informelles Lernen sinnvoll verbinden lassen. Die Studie zeigt eine deutliche Lücke zwischen der erklärten Wichtigkeit von Weiterbildung und ihrer strategischen Verankerung in den Unternehmen. Künstliche Intelligenz erweist sich dabei als die eigentliche Umsetzungsprobe, an der sich der Reifegrad lernender Organisationen entscheidet. Im Gespräch werden zudem die besonderen Herausforderungen von KMU und Großkonzernen sowie die Schwierigkeiten des Change Managements bei KI beleuchtet.

AI4Work Erfahrungen laut Denken - gerne Diskussion mit anderen - Thomas Jenewein (loscon26)
Ep. 42

AI4Work Erfahrungen laut Denken - gerne Diskussion mit anderen - Thomas Jenewein (loscon26)

In einer offenen Gesprächsrunde teilen drei Personen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen – Großkonzern, Selbstständigkeit und digitale Bildung – ihre praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Wissensarbeit. Im Zentrum steht die Verschiebung weg vom klassischen Prompting hin zu reichhaltigem Kontext als Treibstoff für gute Ergebnisse. Diskutiert werden konkrete Werkzeuge und Arbeitsweisen ebenso wie die Frage, wie man vom bloßen Anwender zum souveränen „Maschinenführer” wird. Auch Grenzen, Risiken und die organisationale Einführung von KI kommen kritisch zur Sprache.

Unsere Corporate Influencer Initiative - vom Ich zum Wir - Oliver Grobs, Winfried Ebner (loscon26)
Ep. 41

Unsere Corporate Influencer Initiative - vom Ich zum Wir - Oliver Grobs, Winfried Ebner (loscon26)

Das Gespräch beleuchtet, wie Mitarbeitende als Corporate Influencer die Kommunikation von Organisationen verändern – nicht als Werbeträger, sondern als sichtbare Stimmen für die eigene Arbeit. Anhand zweier sehr unterschiedlicher Unternehmen, MediaMarktSaturn und DATEV, werden Aufbau, Spielregeln und Wirkung solcher Initiativen verglichen. Deutlich wird, dass Corporate Influencing weniger eine Marketingdisziplin als ein Instrument der Organisationsentwicklung ist, das auf Freiwilligkeit, Vertrauen und Community beruht. Beide Praxisberichte zeigen zudem, dass die Wirkung nicht nur nach außen, sondern auch nach innen entfaltet wird.

GfWM KnowledgeCamp von 2009 bis 2026
Ep. 40

GfWM KnowledgeCamp von 2009 bis 2026

Das Knowledge Camp (GKC), ein Themenbarcamp rund um Wissensmanagement, blickt auf eine über 17-jährige Geschichte zurück – von seinen Anfängen 2009 als kleine Guerilla-Aktion bis hin zu einer etablierten, hybrid organisierten Veranstaltung. Vier erfahrene Organisatorinnen und Organisatoren teilen ihre Learnings zu den Themen Teamstruktur, Locationwahl, hybride Formate und Dokumentation. Das Gespräch macht deutlich, dass ein erfolgreiches Barcamp weit mehr erfordert als einen freien Samstagnachmittag – und dass viele Herausforderungen wie hybrides Netzwerken oder nachhaltige Dokumentation nach wie vor ungelöst sind. Inhalt: Geschichte und Entwicklung des Knowledge Camps Teamstruktur, Rollen und Planungshorizont Locationwahl: physische Anforderungen und Fallstricke Hybrides Format: Learnings aus der Pandemie und danach Dokumentation und Wissenstransfer Ausblick: Knowledge Camp 2026 Geschichte und Entwicklung des Knowledge Camps Das Knowledge Camp wurde 2009 von Simon Dueckert und Karl-Heinz Pape ins Leben gerufen – zunächst als eine Art Bottom-up-Graswurzelbewegung innerhalb der GfWM (Gesellschaft für Wissensmanagement. Es folgten einige Jahre aktiver Durchführung, bevor es 2013 eine Pause gab. Der Grund war ein struktureller Konflikt: Ein Barcamp lebt vom Bottom-up-Prinzip, also dem Prinzip, dass Inhalte und Organisation von unten, von den Teilnehmenden selbst, getrieben werden. Die GfWM hingegen war traditionell eher als ein von Professorinnen und Professoren geprägter Verein entstanden, in dem Vorstandsstrukturen eine steuernde Rolle einnahmen. Diese Spannung führte zu Reibungen. Ab 2014 wurde das Knowledge Camp neu aufgelegt, zunächst in Hagen mit nur 64 Teilnehmenden. Seither wuchs es kontinuierlich. In den letzten Jahren erreichte es regelmäßig rund 150 Teilnehmende vor Ort, ergänzt durch 30 bis 100 online zugeschaltete Personen. Als ideale Größe für ein Themenbarcamp wird eine Spanne von 100 bis 200 Personen angesehen. Darunter fehlt die kritische Masse für parallele Sessions; darüber verändert sich der Charakter hin zu einer reinen Networking-Veranstaltung, bei der das inhaltliche Gemeinschaftsgefühl verloren geht. Als historisches Vergleichsbeispiel wird das Foodcamp von Timo Rayleigh (2003) mit 200 Personen genannt sowie Barcamps in Hamburg mit bis zu 700 Teilnehmenden – letzteres jedoch bereits als problematisch eingeschätzt. Teamstruktur, Rollen und Planungshorizont Hinter dem Knowledge Camp steckt ein ehrenamtliches Organisationsteam, das aktuell aus rund zehn Personen besteht – zeitweise waren es bis zu 13 oder 14. Die Struktur hat sich über die Jahre professionalisiert: Es gibt eine Projektleitung aus zwei Personen sowie klar definierte Verantwortungsbereiche für Kommunikation (inkl. Ticketing, Website, LinkedIn), Finanzen und Sponsoring, Location, Online-Betreuung (Hybridität) sowie den Tagesablauf vor Ort. Diese Bereiche sind in einem gemeinsamen Planungswerkzeug (Planner) dokumentiert und werden von Personen in Eigenverantwortung übernommen. Die Planungsphase beginnt typischerweise ein halbes bis dreiviertel Jahr vor der Veranstaltung – also etwa im Januar bis März für ein Herbst-Event im Oktober. Im Sommer erhöht sich die Meeting-Frequenz von monatlich auf zweiwöchentlich, kurz vor dem Camp auf wöchentlich. Ein zentrales Instrument ist das jährliche Lessons Learned direkt nach dem Camp, das jedoch oft prokrastiniert wird, weil das Team nach der Veranstaltung zunächst erschöpft ist. Die Erkenntnis lautet: Je schneller das Lessons Learned nach dem Camp stattfindet, desto wertvoller sind die Erkenntnisse für das nächste Jahr. Als typischer Fehler wird genannt, Dinge zu spät zu planen – von Wegeleitung und Namensschild-Stiften bis hin zur Location selbst. Ein besonders einprägsames Beispiel: 2023 benannte sich die Veranstaltungslocation über Nacht um – aus vertraglichen Gründen gegenüber Investoren war sie nicht einmal befugt, das Orga-Team vorab zu informieren. Die Adresse blieb gleich, der Name änderte sich vollständig, was zu erheblicher Verwirrung bei Teilnehmenden führte, die nur an einem der zwei Tage kamen. Locationwahl: physische Anforderungen und Fallstricke Die Wahl der richtigen Location ist eine der wichtigsten Weichenstellungen. Als nicht verhandelbare Anforderungen gelten: ein großer Plenum-Raum für alle Teilnehmenden sowie mehrere kleinere Breakout-Räume für parallele Sessions. Als Faustregel gilt: Gesamtteilnehmerzahl geteilt durch 20 ergibt die Anzahl benötigter Sessionräume. Darüber hinaus wurden weitere wichtige Aspekte herausgearbeitet: ausreichend Catering-Fläche und Aufenthaltsbereiche für informellen Austausch, Platz für Sponsorenstände und Thementische (sogenannte Assemblies), eine Garderobe (besonders relevant beim zweitägigen Format, wenn Teilnehmende am zweiten Tag mit Reisegepäck ankommen), ein Backoffice für das Orga-Team sowie – für hybride Formate – stabile und separierbare Internetzugänge (Veranstaltungsnetz getrennt vom Teilnehmernetz). Die Erfahrung an der Universität Köln (2023) zeigte exemplarisch viele dieser Fallstricke: Das WLAN war über das universitäre Eduroam-Netz (ein gemeinsames WLAN-Netzwerk europäischer Hochschulen) für externe Veranstalter nur schwer zugänglich und erforderte aufwändige Anträge. Zudem schloss das Gebäude täglich um 17 Uhr, was einen vollständigen Aufbau erst am Morgen des Veranstaltungstages ermöglichte – ein erheblicher Stressfaktor. Das Knowledge Camp ist über die Jahre zunehmend in Berlin geblieben, zuletzt mehrfach im fritzzforum. Der Grund ist pragmatisch: Der Großteil des Orga-Teams ist in Berlin ansässig, die Räumlichkeiten haben sich bewährt, und die Abendlocation ist günstig erreichbar. Inspirierende, ungewöhnliche Räume werden grundsätzlich als Mehrwert gesehen – allerdings stets abgewogen gegen logistische Zuverlässigkeit. Hybrides Format: Learnings aus der Pandemie und danach Das Knowledge Camp hat den bewussten Entschluss getroffen, dauerhaft hybrid zu bleiben – also gleichzeitig Teilnehmende vor Ort und online einzubinden. Diese Entscheidung wurde direkt nach der Pandemie getroffen und war nicht selbstverständlich, da viele andere Veranstalter entweder vollständig in die Präsenz zurückgekehrt sind oder bei Online-Formaten geblieben sind. Für funktionierende Hybridität wurden mehrere technische und organisatorische Schlüsselelemente identifiziert: Jeder Sessionraum benötigt einen sogenannten Room Buddy – eine dedizierte Person, die sowohl die Online- als auch die Offline-Welt im Blick hält und sicherstellt, dass Online-Teilnehmende aktiv integriert werden. Für die Übertragung von Wortbeiträgen aus dem Publikum wurde ein innovativer Schaumstoffwürfel mit eingebautem Mikrofon eingeführt, der durch den Raum geworfen werden kann. Zusätzlich braucht es eine eigene Online-Moderation, die sich ausschließlich um die digitalen Teilnehmenden kümmert – unabhängig von der Vor-Ort-Moderation. Besonders ungelöst bleibt das informelle Netzwerken in der Hybridität. Tools wie HiHive (eine virtuelle Raumplattform) wurden ausprobiert, doch die Erfahrung zeigt: Online-Teilnehmende möchten nach einem vollen Tag am Bildschirm nicht noch abends online netzwerken. Die Hypothese lautet mittlerweile, dass man für Socializing zwei separate Erlebnisse designen muss – eines für die Vor-Ort-Gruppe und ein eigenständiges Online-Format für die digitalen Teilnehmenden – anstatt beide Welten erzwungen zusammenzubringen. Ein weiterer zentraler Punkt: Hybride Plattformen sollten mobil und idealerweise audio-only nutzbar sein, damit Online-Teilnehmende nicht zwingend am Desktop sitzen müssen, sondern sich z. B. mit dem Smartphone einwählen können. Dokumentation und Wissenstransfer Die Frage der Sessiondokumentation begleitet das Knowledge Camp seit seinen Anfängen – und ist bis heute nicht vollständig gelöst. Frühere Ansätze wie Etherpad (ein kollaboratives Echtzeit-Textdokument) oder Google Docs erzeugten oft halbfertige Protokolle: Zu Beginn einer Session wurde fleißig mitgeschrieben, gegen Ende meist gar nicht mehr. Auch Miro-Boards (digitale Whiteboards) wurden eingesetzt, jedoch ohne ausreichende Anleitung der Teilnehmenden blieben sie leer. Der aktuelle Standard ist Recording by Default: Alle Sessions werden als Video aufgezeichnet und nach einer Frist von zwei bis vier Wochen veröffentlicht. Wer nicht aufgezeichnet werden möchte, kann per Opt-out widersprechen. Eine explizit offline und nicht aufgezeichnete Session wurde einmal erprobt – sie blieb mangels Interesse fast leer. Für die Zukunft wird der Einsatz von KI-basierter Transkription und Zusammenfassung der Aufzeichnungen als vielversprechender Ansatz diskutiert. Ein Unterschied zum früheren Etherpad-Ansatz bleibt jedoch: Die KI-Dokumentation entsteht immer im Nachhinein und erlaubt keine Live-Einblicke in die kollektiven Gedanken der Teilnehmenden während der Session. Parallel zur Dokumentation wurde ein Wiki gestartet – initiiert von Orga-Mitgliedern Martin Harnisch und Florian Schmuhl zusammen mit Clara. Ziel ist es, das organisatorische Wissen des Camps nachhaltig zu sichern: Checklisten, Lessons Learned und inhaltliche Archivierung der vergangenen Knowledge Camps. Das Wiki adressiert ein klassisches Problem ehrenamtlicher Serienveranstaltungen: Wissen, das nur in den Köpfen weniger Personen steckt, geht beim nächsten Teamwechsel verloren. Ausblick: Knowledge Camp 2026 Das Knowledge Camp 2026 findet am 8. und 9. Oktober 2026 im Fritzzforum in Berlin statt – bereits zum vierten Mal an diesem Standort. Das Motto lautet „KM in the AI Era“ (Wissensmanagement im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz), ein bewusst weit gefasstes Themenfeld zwischen Sinn und Unsinn von Wissensmanagement im KI-Kontext. Geplante Neuerungen umfassen ein verbessertes Onboarding für Erstbesucher – bereits 2025 wurde ein vorbereitender Online-Call eingeführt, der 2026 weiter ausgebaut werden soll. Ziel ist es, Hemmschwellen zu senken und neue Teilnehmende dazu zu ermutigen, selbst Sessions anzubieten. Außerdem soll das Abendprogramm für Online-Teilnehmende neu gestaltet werden: statt einer aufwändigen virtuellen Gesamtwelt wird ein dedizierter Anlaufpunkt (z. B. ein Kiosk oder separater Raum) für Offliner geboten, die mit Onlinern in Kontakt treten möchten. Der wissenschaftliche Beirat der GfWM soll erstmals sichtbarer auftreten, z. B. mit gestalteten Plakaten und inhaltlichen Impulsen. Fazit Das Knowledge Camp ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie eine Barcamp-Community über viele Jahre lernt, wächst und sich professionalisiert – ohne dabei den offenen, partizipativen Charakter des Formats zu verlieren. Die wichtigsten Erkenntnisse aus 17 Jahren sind: Ehrenamtliche Strukturen brauchen klare Rollenverteilung und ein stabiles Kernteam. Hybridität funktioniert nur mit dedizierter Technik und menschlicher Begleitung. Dokumentation muss aktiv gestaltet werden, passiert nicht von selbst. Und das informelle Netzwerken – der eigentliche Kern eines Barcamps – bleibt das ungelösteste Problem im hybriden Kontext. Planungsbeginn mindestens ein halbes Jahr vor dem Event, idealerweise mit festem Kernteam und klaren Verantwortungsbereichen Lessons Learned so schnell wie möglich nach dem Camp durchführen und Ergebnisse in einer Mastercheckliste oder einem Wiki festhalten Locationwahl: Plenum + genug Breakout-Räume + stabiles, separierbares Internet sind nicht verhandelbar Hybridität erfordert dedizierte Raumbuddies, separate Online-Moderation und mobile Einwahlmöglichkeiten Für hybrides Socializing zwei eigenständige Erlebnisse designen statt eine erzwungene Zusammenführung beider Welten Neue Teilnehmende aktiv onboarden und sanft ermutigen, selbst Sessions anzubieten – z. B. durch vorbereitende Online-Calls Sessionaufzeichnung als Standard etablieren (Recording by Default mit Opt-out-Möglichkeit), perspektivisch ergänzt durch KI-gestützte Transkription und Zusammenfassung Disclaimer: die Zusammenfassung der Podcast-Episode wurde KI-basiert mit nur sehr wenig Human-in-the-Loop erstellt. KI kann Fehler machen.

lernOS Convention 2026 – Programm und Format im Überblick
Ep. 39

lernOS Convention 2026 – Programm und Format im Überblick

Die lernOS Convention 2026 (loscon26), ein Community-Event zu Wissensmanagement und Lernenden Organisationen, findet am 23. und 24. Juni 2026 statt und ist Teil des Nürnberg Digital Festivals. Das diesjährige Thema lautet „AI for Work That Works!“ – bereits das dritte Jahr in Folge mit KI als Schwerpunkt. Das Event verbindet einen festen Rahmen aus Keynotes, Lightning Talks und Workshops mit einem offenen Barcamp-Format und setzt dabei konsequent auf ein hybrides Teilnahmemodell mit Vor-Ort-, Online- und Satelliten-Standorten. Inhalt: Was ist die loscon und welche Rolle spielt KI als Dauerthema? Programm: Aufbau, Formate und Highlights Makeathon: Hands-on mit Physical AI Hybrid, Satelliten und das Perfectly-Hybrid-Konzept Abendprogramm und Call to Action Hinweis: es gibt eine Video-Version dieser Podcast-Episode mit Screenshare auf Youtube. Was ist die loscon – und warum schon wieder KI? Die lernOS Convention (loscon) ist das jährliche Community-Treffen rund um lernOS (ein Open-Source-Framework für selbstorganisiertes Lernen) und Wissensmanagement im deutschsprachigen Raum. Die Wurzeln reichen zurück zur KnowTech, einer früheren Wissensmanagement-Konferenz. Die loscon ist eingebettet ins Nürnberg Digital Festival, das dieses Jahr unter dem Motto „Recode the Future“ steht und über zehn Tage hunderte Veranstaltungen umfasst. Historisch besteht eine enge Verbindung: Aus einem Webmontag im selben Besprechungsraum entstand später die Webweek und schließlich das Nürnberg Digital Festival. Das Orga-Team besteht diesmal aus 18 Personen, die alle freiwillig mitarbeiten. Das Thema KI steht nun zum dritten Mal im Mittelpunkt – was die Frage aufwirft, warum es nicht „abgehakt“ ist. Die Antwort ist klar: „KI ist nur ein Hype. KI wird verschwinden, genauso wie der Taschenrechner und das Internet.“ Damit ist gemeint: KI wird zur selbstverständlichen Infrastruktur – aber genau diese Transformation ist noch in vollem Gange. Die Erfahrungen ändern sich so schnell, dass selbst wer sich nur sechs Monate ausklinkt, das Gefühl hat, von vorne anzufangen. Entscheidend ist dabei der Peer-to-Peer-Austausch über konkrete Anwendungsfälle – was in der eigenen Unternehmensinfrastruktur wirklich funktioniert, fernab von Anbieter-Marketingversprechen. Die loscon bietet genau diesen Schulterblick: Laptop aufklappen, zeigen wie etwas konfiguriert ist, welcher Prompt verwendet wurde, was nicht geklappt hat. Programm: Aufbau, Formate und Highlights Die loscon läuft über zwei Tage. Tag 1 (Dienstag) beginnt bereits ab 9 Uhr mit einem offenen Coworking zum Netzwerken und Ankommen auf der Burg, bevor das offizielle Programm um 13 Uhr startet. Es folgen Keynotes, eine Lightning-Talk-Staffel und der Makeathon (siehe unten), bevor abends ein Abendprogramm stattfindet. Tag 2 (Mittwoch) ist geprägt vom selbstgesteuerten Barcamp-Format: Acht Slots sind bereits vorab belegt, acht weitere werden morgens von den Teilnehmenden gepitcht und per Voting ins Programm gewählt. Das Programm teilt sich in zwei Formattypen auf: Impulsvorträge mit Q&A (orange markiert im Programm) und Workshops mit Hands-on-Charakter (blau markiert), beispielsweise ein Workshop zu „ROI (Return on Investment) von KI: Wertkosten und Gewinn“. Neu in diesem Jahr: ein Podcast-Tisch mit vier geplanten Live-Aufnahmen. Die Lightning-Talk-Staffel dauert eine Stunde und besteht aus fünfminütigen Kurzvorträgen. Die Zeitdisziplin wird durch eine Lightning-Talk-Lampe sichergestellt, die von Grün über Gelb auf Rot wechselt – wer danach noch redet, wird von der Bühne geklatscht. Das Format zwingt Rednerinnen und Redner, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Man kann erstaunlich viel in fünf Minuten rüberbringen und oft wird der Beitrag nicht besser dadurch, dass er 15 Minuten dauert oder 30.“ Makeathon: Hands-on mit Physical AI Ein zentrales neues Element in diesem Jahr ist der Makeathon – ein praktisches Format rund um Vibe Working und Vibe Coding (das Entwickeln von Software mithilfe von KI, ohne klassische Programmierkenntnisse haben zu müssen). Anders als beim Promptathon des Vorjahres, bei dem Prompt-Challenges gelöst wurden, geht es diesmal um echte Hardware: Die Teilnehmenden arbeiten mit einem Mikrocontroller und einem Code-Editor, um mithilfe von KI-generiertem Code eine LED-Steuerung zu bauen – von einfachem Aufleuchten über Farbwechsel bis hin zu einem selbstgebauten Fünf-Minuten-Timer als Stretch Goal. Das Ziel ist explizit, Hürden abzubauen: Auch wer vor einem schwarzen Terminal-Bildschirm reflexartig abschaltet, soll erleben, dass es mit KI-Unterstützung zugänglich ist. Gearbeitet wird in Dreier- bis Fünfer-Gruppen (angelehnt an das lernOS-Prinzip der Learning Circle), und es gibt sowohl vor Ort in Nürnberg als auch online KI-Buddies als Unterstützung. Das Fernziel: Alle Teilnehmenden bauen sich ihren eigenen kleinen Ring, der dann bei den Lightning Talks als Zeitanzeige dient – steuerbar per App vom Smartphone aus. Hybrid, Satelliten und das Perfectly-Hybrid-Konzept Die loscon verfolgt seit der Pandemie konsequent das Konzept „Perfectly Hybrid“ – mit dem ausdrücklichen Anspruch, dass Online-Teilnahme kein „Fernsehgucken“ ist. Teilnehmen kann man auf drei Wegen: vor Ort in Nürnberg (auf der Burg), online von zuhause, oder an einem der Satelliten-Standorte – in diesem Jahr z.B. in Berlin, Würzburg, Wien und Mallorca. Um Gleichwertigkeit zu gewährleisten, sitzt in jedem der vier Breakout Rooms ein dedizierter Hybrid Room Buddy, dessen Aufgabe es ist, physische und virtuelle Teilnehmende auf Augenhöhe zu halten. Auf der Website loscon.lernos.org gibt es detaillierte Infoseiten zu Rollen, Technik und dem Perfectly-Hybrid-Konzept – inklusive einer interaktiven, KI-generierten Infografik. Als Begleitplattform dient ein Discord-Server, zu dem alle Angemeldeten eingeladen werden. Discord ermöglicht ortsunabhängigen Austausch über Channels – sowohl während der Veranstaltung als auch im Vorfeld. Zusätzlich wird es wieder eine *KI-basierte Dokumentation* aller Sessions geben. Dieses Jahr mit einer besonderen Idee: Am Ende der Veranstaltung soll eine gedruckte Fassung dieser Dokumentation auf der Bühne präsentiert werden, die alle Teilnehmenden beim Hinausgehen unterschreiben können – als gemeinschaftliches Erinnerungsstück. Abendprogramm und Call to Action Das Abendprogramm an Tag 1 steht im Zeichen von Promptables – einem kostenlosen Spiel (verfügbar auf Steam), das von der ARD gesponsert wurde und als Edutainment-Format (Lernen durch spielerische Unterhaltung) dient. Jede Spielfigur, ein sogenanntes „Promptable“, erhält durch drei kurze Prompts ihre Eigenschaften – und tritt dann in einem Turnier gegen andere Figuren an, bei dem eine KI die Sieger auswertet. Das Format funktioniert ähnlich wie ein Sammelkartenspiel: Eigenschaften können ausgetauscht und optimiert werden. Das Spiel eignet sich laut den Beteiligten auch für interne Unternehmensveranstaltungen als niedrigschwelliger Einstieg in KI-Themen. Wer sich im Vorfeld informieren oder Fragen stellen möchte, kann an der Vorab-Webkonferenz am 17. Juni von 13:05 bis 13:55 Uhr teilnehmen (Anmeldung per Teams-Webinar). Im Anschluss gibt es eine weitere Stunde, in der Interessierte den Discord-Server ausprobieren können. Parallel steht auf der Website ein Chatbot namens „Suri“ zur Verfügung, der die meisten Fragen zur Veranstaltung beantworten kann. Fazit Die loscon 2025 verbindet strukturiertes Rahmenprogramm mit maximaler Teilnehmer-Autonomie – und nimmt das Thema KI bewusst ein drittes Mal auf, weil der gesellschaftliche und berufliche Integrationsprozess noch längst nicht abgeschlossen ist. Der Fokus liegt nicht auf Anbieterpräsentationen, sondern auf ehrlichem Peer-Lernen: Was funktioniert wirklich, was nicht? Das hybride Format mit Satelliten, Hybrid Room Buddies und Discord ist dabei kein Zugeständnis an Remote-Teilnehmende, sondern ein zentraler Teil der Veranstaltungsphilosophie. Jetzt zur loscon am 23./24. Juni anmelden unter loscon.lernos.org Vorab-Webkonferenz am 17. Juni, 13:05–13:55 Uhr per Teams-Webinar besuchen Promptables auf Steam vorab ausprobieren, um beim Abend-Turnier vorbereitet zu sein Wer eine Barcamp-Session einreichen möchte: acht freie Slots sind noch verfügbar (Pitch an Tag 2) Wer keinen Weg nach Nürnberg hat: Satelliten-Standorte in Berlin, Würzburg, Wien und Mallorca als Alternative prüfen

KSIB - Knowledge Sharing is Power (Hip Hop Edition)
Ep. 38

KSIB - Knowledge Sharing is Power (Hip Hop Edition)

Beim DATEV DigiCamp 2025 haben wir mit KI ein passendes Lied zur Veranstaltung erstellt, das man als Intro/Outro, aber auch beim Wechsel auf der Bühne spielen kann. Die Idee fand ich so gut, dass ich aus den lernOS Inhalten auch einen Text erstellt und daraus mit Lyria 3 einen lernOS Song generiert habe. Nachdem KI-generierte Inhalte nicht urheberrechtlich geschützt sein können, kann der Song in beliebigen Kontexten verwendet werden. Falls noch mehr Leute Lieder erstellen (nudgenudge), bringen wir vielleicht irgendwann ein lernOS Album raus 😎 KSIB - Knowledge Sharing is Power (Lyrics) One chance to learn, one life to grow One moment to show what you know Knowledge is power, let it flow lernOS - let's go Woke up in a world that keeps on changing fast Skills you learned yesterday already in the past Complexity all around, complexity on every side But you join a learning circle and you taking it in stride Thirteen weeks, one sprint, one goal to chase Katas every week, keeping up the pace Alone or in a tandem or a circle of five Self-directed learning keeping knowledge alive No trainer standing up there telling you what's true The wisdom's in the circle, it was always inside you Mindset, skillset, toolset - triple threat The best investment in yourself you haven't made yet Keep on learning, never stop the grind Open up your knowledge, open up your mind lernOS is the system, open and free Lifelong learning is the only way to be Keep on learning, every single day Share what you know and give it all away Knowledge sharing is power - that's the lernOS way Keep on learning, keep on learning - hey Organizations stuck in training rooms Death by PowerPoint, the same old tunes Formal learning covers only ten percent The other ninety - that's where real growth is spent Working out loud, sharing what you do Building up a network that can carry you through Learning Organisation - that's the nordstern bright Coalition of Learning bringing knowledge to life From KnowTech to KnowTouch to Convention day Community on Mastodon, CONNECT and Discord play Nuremberg on the Kaiserburg, the circles meet each year Ten thousand people learning - that's the vision here Keep on learning, never stop the grind Open up your knowledge, open up your mind lernOS is the system, open and free Lifelong learning is the only way to be Keep on learning, every single day Share what you know and give it all away Knowledge sharing is power - that's the lernOS way Keep on learning, keep on learning - hey See, in a world where knowledge doubles every year Where AI changes everything we thought was clear The ones who thrive aren't those who know the most They're the ones who never stop, who never coast Who build a practice, daily, week by week Who find their circle, find their tribe, their peak lernOS isn't software, isn't just a guide It's a commitment to keep learning till you die Esperanto for the future - I will learn That's the meaning, that's the mission always burning Open source and open license, free for all to take Use it in your org, remix it, share what you make From Sketchnoting to AI, from Podcast to the core Expert Debriefing knocking down each door Community Management building something real Personal knowledge mastery - that's the deal Drucker said the knowledge worker is the key To the twenty-first century economy Senge said build learning into everything you do Nonaka said the knowledge lives inside of you Keep on learning, never stop the grind Open up your knowledge, open up your mind lernOS is the system, open and free Lifelong learning is the only way to be Keep on learning, every single day Share what you know and give it all away Knowledge sharing is power - that's the lernOS way Keep on learning, keep on learning - hey lernOS - every kata, every rhyme lernOS - thirteen weeks to grow