Keep Calm & Learn On

Keep Calm & Learn On@kclo

10 followers
Follow
Personal Knowledge Mastery mit Harold Jarche
Ep. 47

Personal Knowledge Mastery mit Harold Jarche

ℹ️ Info: The shownotes are in 🇩🇪 German but the episode is in 🇨🇦 English. Harold Jarche hat seine Karriere im kanadischen Militär gestartet und sich dort auf Entwicklung von Trainings und Computer Based Training spezialisiert (formelles Lernen). Nach einer kurzen Station bei einem E-Learning-/LMS-Anbieter hat er sich selbständig gemacht und. ist Partner der Internet Time Alliance geworden. Das Lernen in und mit dem Internet hat Harold für seine persönliche Entwicklung kennen und lieben gelernt (informelles Lernen). Mit Seek > Sense > Share hat er ein weltweit bekanntes Framework für das persönliche Wissensmanagement (PKM) entwickelt, die Geschichte dazu erzählt er in dieser Episode. PKM sieht er dabei eng mit der eigenen Arbeit integriert, was er im bekannten Zitat “Work is learning and learning is the work“ beschreibt und wofür sein Weblog mit über 3.700 Beiträgen seit 2004 ein schöner Beleg ist. Seit 2014 bietet Harold den Personal Knowledge Mastery Online-Workshop an, dessen Namen aus der Disziplin “Personal Mastery” aus Peter Senge’s fünf Disziplinen der Lernenden Organisation abgeleitet ist. Der Workshop läuft über sechs Wochen und bietet 18 Lernaktivitäten, die asynchron bearbeitet werden können. Am 5. Oktober 2026 startet der letzte Durchlauf des Personal Knowledge Mastery Workshops und ich werde auch mit dabei sein. Wer dabei sein will, kann sich hier anmelden (€ 405,-). Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele von Euch dabei sein werden und wir das Finale gemeinsam mit Harold feiern 🥳

Projektmanagement trifft Künstliche Intelligenz
Ep. 46

Projektmanagement trifft Künstliche Intelligenz

KI verändert die Arbeit von Projektmanagerinnen und Projektmanagern grundlegend – von der einfachen Chat-Unterstützung bis hin zu autonomen KI-Agenten als vollwertige Teammitglieder. Marc Widmann, Transformation Director bei TCS (Tata Consultancy Services) und Fachgruppenleiter bei der GPM (Gesellschaft für Projektmanagement), zeigt, wo KI im Projektmanagement heute wirklich steht. Der Schlüssel liegt nicht in der Technologie, sondern im bewussten Umgang: zuerst Human Intelligence (HI), dann KI – und danach nochmals HI. Inhalt: GPM und klassische Projektmanagement-Phasen KI-Einsatz heute: Stufen und Praxisbeispiele Do’s & Don’ts beim KI-Einsatz Zukunft: Hybride Intelligenz-Teams GPM und klassische Projektmanagement-Phasen Die GPM ist die deutsche Vertretung der IPMA (International Project Management Association) mit einem Zertifizierungssystem von Level D (Einsteiger) bis Level A (Programm- und Portfolio-Verantwortung). Die fünf klassischen Projektphasen umfassen Initialisierung, Definition, Planung, Umsetzung/Steuerung und Abschluss. Besonders die Lessons Learned am Projektende werden zu selten durchgeführt – oft weil Zeit und Budget dafür in der Planungsphase nicht eingeplant wurden. KI-Einsatz heute: Stufen und Praxisbeispiele In einem Workshop mit 20 Projektleiterinnen und Projektleitern erhob Widmann den KI-Reifegrad anhand von vier Stufen: einfacher Chat (1), Agenten mit festen Workflows (2), teamweite Agenten (3) und vollständig autonome KI-Systeme (4). Das Ergebnis: Die Gruppe verortete sich bei 1,75 bis 2. Konkrete Use Cases, die Widmann nicht mehr missen möchte: Projektstrukturpläne und Risikowahrscheinlichkeiten vorab von der KI ausarbeiten lassen sowie KI-gestützte Konfliktmoderation, die er im GPM-Barcamp 2024 mit ChatGPT simulierte – mit wissenschaftlich fundierten Methoden zur Verhandlungsführung. Wachsender Bereich: automatisches Transkribieren von Meetings und die KI als Projektgedächtnis für vergangene Entscheidungen. Do’s & Don’ts beim KI-Einsatz Widmann empfiehlt, vorab klar zu definieren, welche Entscheidungen die KI treffen darf. Er entwickelte dafür ein Future Leadership Canvas für hybride Führung. Klare Don’ts: keine vertraulichen Daten in ungeschützte Systeme eingeben, die Lernfunktion in KI-Abos deaktivieren und Halluzinationen stets kritisch prüfen. Beim Thema AI Slob – massenhaft KI-generierter Output, der ungefiltert weitergereicht wird – warnt Widmann vor Qualitätsverlust. „Zuerst die HI einsetzen, dann die KI – und dann nochmals die HI.“ Zukunft: Hybride Intelligenz-Teams Widmann erwartet in zehn Jahren hybride Teams aus Human Intelligence und KI mit klar definierten Rollen – etwa ein bis zwei Menschen plus mehrere KI-Systeme pro Projekt. Teams werden kleiner, aber schneller und anpassungsfähiger. Eine vollständige Verdrängung von Arbeitskräften hält er für unwahrscheinlich, da demografischer Wandel und Fachkräftemangel gegenläufig wirken. „Durch die KI ist meine Arbeitslast nicht weniger geworden. Sie ist aber besser geworden.“ Fazit KI im Projektmanagement ist kein Zukunftsthema mehr – der Einstieg gelingt heute schon mit einfachen Chat-Tools. Entscheidend sind klare Governance-Regeln und das bewusste Einbringen menschlicher Erfahrung. Weiterführende Ressourcen: YouTube-Kanäle von Christoph Magnussen und Lars Thomsen sowie der Newsletter auf marc-widmann.de. Eigene Projekte mit dem Prinzip „HI → KI → HI“ strukturieren Governance klären: Was darf die KI entscheiden, was nicht? KI als Projektgedächtnis für Meetings und Entscheidungen nutzen Täglich einen neuen Use Case bewusst ausprobieren